13. August 2026
Unsere Tennishallenplätze sind fertig gestellt,
und der Spielbetrieb beginnt am 19.09.2026
Sportbeauftragte hängt erst in Kassels Baustellen fest und sorgt dann für glückliche Gesichter
Land fördert Tennisanlage mit 100.000 Euro
Biebergemünd (hg). Im Mai vergangenen Jahres fand die feierliche Einweihung der frisch sanierten Tennisplätze des Tennisclubs „Grün Weiß“ Biebergemünd statt. Damals mussten sich die Vereinsmitglieder und Ehrengäste noch durch Schotterwege und Baumaterial den Weg zu den neuen Plätzen suchen. Jetzt, nach gut einem Jahr, stehen dort ein schmuckes Tennisheim und eine Tennishalle. Eine enorme Investition für den Verein, die ohne Unterstützer und Sponsoren nicht zu stemmen gewesen wäre. Jetzt konnte sich der Tennisclub über einen weiteren warmen Geldsegen freuen. Die Sportbeauftragte des Landes Hessen, Ann Kathrin Linsenhoff, hatte aus Mitteln der Sportförderung 100.000 Euro im Gepäck.
Klar, dass der Hauptsponsor des Projektes, Steffen Strauss, der Vorsitzende Kai Nolde, der stellvertretende Vorsitzende Christoph Schmitt, Helmut Schmitt vom Bauausschuss, Bürgermeister Matthias Schmitt und der stellvertretende Vorsitzende des Sportkreises Main-Kinzig, Florian Dinges, bereitstanden, um den Geldsegen in Empfang zu nehmen. Doch für die Begrüßung der Sportbeauftragten musste sich das Empfangskomitee gedulden. Die Geldbotin hatte sich in den Kasseler Baustellen dermaßen verfranst, dass der Zeitpunkt ihres Eintreffens ungewiss war. Wenigstens bis sie einen Hilferuf absetzte. „Ich stehe in der Sophienstraße, wie komme ich um Gottes Willen zum Tennisheim!“ Hilfe kam von Bürgermeister Schmitt. „Bleiben Sie, wo Sie sind, bin in drei Minuten da und hole Sie ab!“
Ja, in Biebergemünd fackelt man nicht lange, da werden die Ärmel für eine schnelle Lösung spontan hochgekrempelt. Umso herzlicher war dann der Empfang, und sofort gab es bewundernde Worte bei der Besichtigungstour durch Eingangsbereich, Umkleiden, Tennishalle und Clubraum für den gelungenen Bau. Linsenhoff zeigte sich beeindruckt: „Als Sportbeauftragte lerne ich Hessen kennen, vor, runter, rauf und zurück. Ich fühle mich wohl in meiner Position als Brücke zwischen Sport, Politik und den Menschen, das ist mir persönlich wichtig!“
„Ihr Besuch hier ist eine große Wertschätzung auch für die Ehrenamtlichen, denn wir brauchen Orte, wo wir uns treffen können Jung und Alt“, sagte Steffen Strauss.
Mit einem „Herzlich willkommen in unserer schönen Gemeinde“ schritt Bürgermeister Schmitt dann zu offiziellen Begrüßung. Man habe hier schon etliche Mal zusammengestanden und es habe schon viele Anlässe gegeben, um sich zu freuen, dass das Engagement vor Ort wahrgenommen werde. „Die Gemeinde hat das Projekt aktiv gefördert und vor allem Steffen Strauss hat sich hier eingebracht, um das Projekt möglich zu machen!“ Das Besondere sei, dass Alt und Jung hier begeistert seien, um dieses Projekt möglich zu machen. „Unser Wahlspruch ist: Du lebst gesünder als Biebergemünder – mit toller Luft, viel Wald drumherum und engagierten Leuten“, formulierte der Bürgermeister.
„Ich darf offiziell die Grüße der Sportministerin Diana Stolz überbringen, die ja schon einmal hier war. Mittlerweile sind es 100.000 Euro, die ich mitbringen darf, das ist schon eine starke Förderung und zeigt, dass sich die Landesregierung für den Sport entschieden und die Förderung in diesem Bereich mit einem Sondervermögen von 130 Millionen Gott sei Dank nicht gestrichen hat. Dass auch die Gemeinde hier investiert und der Sport nicht hinten ansteht, finde ich ganz toll!“
„Mit diesem Betrag hatten wir wirklich nicht gerechnet, das finden wir ganz toll, ganz, ganz lieben Dank, dass uns hier so viele Förderer wie Kommune, Kreis, Land und Steffen Strauss unterstützt haben“, äußerte sich der Vorsitzende Kai Nolde.
Florian Dinges vom Sportkreis Main-Kinzig bedankte sich beim Land und bei Steffen Strauss für die Förderung. Auch er war nicht mit leeren Händen gekommen. In diesem Jahr feiert der Tennisclub Biebergemünd sein 50-jähriges Bestehen, dafür überreichte er eine Urkunde des Landessportbundes und eine Spende von 50 Euro für die Jugendkasse.
„Frau Linsenhoff ist mit vollen Händen gekommen und soll nicht mit leeren Händen wieder nach Hause gehen“, bedankte sich der Bürgermeister und überreichte als Erinnerung einen kleinen Plüschbiber.
Der verantwortliche Architekt für das Projekt, Bernd Winter vom Architektur Winterkonzept, erläuterte kurz das Bauprojekt, in dessen erster Phase im vergangenen Jahr die vier vorhandenen Tennisplätze grundlegend saniert und die Anlage um zwei neue Plätze erweitert wurde. In der zweiten Bauphase wurde das neue Clubhaus errichtet und in der dritten Phase die Tennishalle. „Sie ist so gut wie fertig. Jetzt folgt die Umgestaltung der Außenanlage, die in etwa zwei Wochen abgeschlossen sein wird. Die Bauarbeiten sind trotz Teuerung im Bausektor im Kostenrahmen geblieben und konnten erst dank verschiedener Förderungen überhaupt in Angriff genommen werden. Auch die Gemeinde hat durch ihr Förderkonzept einiges dazu gegeben, das findet man nicht überall“, lobte der Architekt.